Rasseportrait Pyrenäenberghund

Ich möchte Ihnen eingangs einen Satz mit auf den Weg geben, den Sie sich immer in Erinnerung rufen sollten, was die Erziehung & die Eigenheiten eines Pyries zusammenfasst:

Denke Sie immer daran, wenn Ihr Liebling einen “Befehl” ausführt,
dann macht er es nicht weil er muss sondern er macht es aus LIEBE!
Er wird immer ein liebenswerter Dickkopf sein!

Herkunft & Geschichte

Der Pyrenäenberghund ist ein imposanter, mächtiger weißer Hirtenhund von besonderer Ausstrahlung. Von uralter Herkunft als lebensnotwendige Begleiter zum Schutz der Herden im wilden Bergland der Pyrenäen, haben sich die hervorragenden Eigenschaften dieser Hunde bewährt. Man weiß nicht genau, wann sich diese wunderschöne Rasse endgültig zu ihrem heutigen Erscheinungsbild geformt hat. Es spricht einiges für die Annahme, daß auch der ungarische Kuvasz zu ihren Ahnen gehört. Im Mittelalter sind große Rinderherden aus Ungarn nach Südfrankreich getrieben worden und es ist überliefert, das Hirten mit Hunden dageblieben sind.

Beschreibung

Der Pyrenäenberghund wird der “sanfte Riese” genannt, er wird mit liebevoller Geduld und Konsequenz erzogen, niemals mit Härte und Gewalt. Er ist ein stolzer, selbständiger und intelligenter Hund, der vor allem im Welpen- und Junghundalter durch viel Zuwendung, Spiel, Spaß und Konsequenz zu einem guten Begleiter, auch ohne Leine, herangezogen werden kann. Seinen liebenswerten Dickkopf kann man nicht mit Zwang regieren, sondern nur mit Köpfchen und Geduld, er folgt aus Zuneigung. Kinder liebt er besonders, er ist ein unendlich geduldiger Geselle gegenüber den kleinen Plagegeistern. Seine Ruhe und Sanftheit machen ihn zu einem wunderbaren Freund und Begleithund. Bei Gefahr jedoch kommen Kraft und Mut zum Vorschein. Er kann Situationen instinktiv richtig einschätzen und verhält sich dank seiner hohen Reizschwelle ruhig beobachtend, solange keine Gefahr droht. Mit fremden Hunden ist der Pyrenäe generell friedfertig, das ist sehr angenehm.

Der Pyrenäen-Berghund hat ein üppiges, dichtes und ziemlich langes Haarkleid. Die Unterwolle ist dicht und aus feinem Haar, wogegen das Deckhaar dick und eher rau ist. Die Haare um den Hals verdichten sich zu einer Mähne. An der Rute und an den Läufen ist das Fell außerdem länger. Die Fellfarbe ist rein weiß oder hellgelb mit oder ohne Abzeichen. Diese Abzeichen können hellgrau, hellgelb oder wolfsgrau sein und kommen an Kopf (ganze Maske möglich), an den Ohren und an der Schwanzwurzel vor.

Die Rasse ist bis 80cm groß, wiegt bis 60kg und ist stämmig, wobei sie eher lang als hoch sein sollte. Sie besitzt einen muskulösen und geraden Rücken. Die Brust ist breit und tief. Der Kopf ist groß und V-förmig mit kleinen, dreiecksförmigen und flach anliegenden Schlappohren. Die Augen sind dunkelbraun und mandelförmig, die Nase immer von tiefschwarzer Farbe. Die dicht behaarte, buschige Rute schlägt über den Rücken einen Bogen, und die Pfoten sind kompakt.

Wesen

Er ist aufmerksam, ausgeglichen, wachsam, mutig, intelligent, sehr selbstständig und abgehärtet. Er ist etwas eigensinnig, bellt wenig, aber laut, ist zäh und für seine Größe sehr beweglich. Der gutmütige, freundliche, kinderliebe Hund ist Fremden gegenüber wachsam und misstrauisch und bei guter und langer Erziehung unbestechlich. Er verteidigt seine Familie mit seiner ganzen Kraft.
Da sie nicht jeden Befehl bedingungslos hinnehmen, sind Gehorsamkeitsübungen  für sie die schlechtere Wahl. Der Pyrenäe liebt lange und auch das nebenher laufen am Fahrrad. Diese Hunde kann man auch zum Ziehen von kleinen Wagen od. Schlitten einsetzen.

Pflege

Relativ einfach, regelmäßig kämmen oder bürsten genügt, das Haarkleid ist Schmutz abweisend. Robuste Gesundheit.

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